Freitag, 18. Januar 2008

Als Momo kam...

Momo war ein unendlich trauriges Kind. Sie verstand es nicht menschliche Bindungen einzugehen und hatte auch nicht die Fähigkeiten Anderen zu vertrauen. Tatsächlich fühlte sie sich verraten, weil ihr nie jemand erklärt hatte wie man lebte, wie man liebte..



Momos Kindheit war geprägt von einer Shizophrenie, die sie selbst nicht begriff und daher nie zum Ausdruck bringen konnte, was in ihr vorging. Inmitten der trügerischen Idylle, auf dem kleinen Bauernhof, auf dem sie aufgewachsen war, spielten sich dann und wann Szenen ab, die Andere nicht sahen oder nicht sehen wollten...
Wenn Momo versuchte ihren stummen Hilfeschreien Ausdruck zu verleihen, wenn sie sich jemandem anvertraute, dann sagten die Leute blöß, sie könnten sich das garnicht so richtig vorstellen, der Vater sei ja immer so nett und lustig. Tatsächlcih verstand sich Momos vater auf eine fast perverse Art sich die Symphatie von seltenen Besuchern zu ergattern. dass ein junges Mädchen aus der Mittelschicht,mittlerweile einejunge Frau schweres Leid zu ertragen hat obwohl es weder in Armutsverhältnissen,in einem der Problemviertel, noch in einem steinreichen Elternhaus, unter dessen karrierewahn es zu leiden hätte, aufgewachsen ist, war für die meißten kaum vorstellbar
Momos Vater, ein jähzorniger Mann, war geprägt von schwerer körperlicher Arbeit und dem täglichen Kampf um mit einem gewissen Lebensstandard Schritt halten zu können. Er hatte nie etwas Anderes gelernt, denn bereits mit 20 übernahm er den Hof seines Vaters. Er verbrachte eine harte Kindheit und besonders die Beziehung zu seiner Mutter prägte ihn bis ins hohe Alter. Sie war eine kalte Frau, die es nicht verstand Gefühle zuzulassen, ohne dabei möglichen Blicke der Nachbarn miteinzukalkulieren. Als es immer wieder zu Streitigkeiten kam zwischen Momos großeltern und der Großvater eine ernsthafte Affaire begann, da reichte es ihr und sie verschwand aus dem Leben von Momos vater, der damals noch ein kleiner Junge war. Tatsächlich verbrachte er nahezu seine ganze Kindheit bei seiner nachbarsfamilie, die ihn warmherzig aufnahmen, obwohl sie selbst 8 Kinder hatten. Von seinem vater war nicht allzuviel zu erwarten, er arbeitete hart und hatte natürlich wenig Zeit für den Jungen, dann und wann musste Momos vater auch mit härteren "Erziehungsmaßnahmen" rechnen. Eine kleine Entschädigung erhielt der Junge mit seiner Mutterlosen Kindheit im Grunde durch die andere Frau an der Seite seines vaters, deren Apfelkuchen er liebte. Noch jahre später sollte das Verhältnis seiner leiblichen Mutter zu ihrem Sohn von Eifersüchteleien geprägt sein. Momos vater erholte sich nie ganz von der tatsache, dass seine Mutter nicht nur seinen vater sondern auch ihn verließ. Auch als sie jahre später zurückkehrte konnte sie die verpasste zeit nicht wieder wett machen. Auch Momo selbst hatte wohl keine Beziehung zu ihrer kaltherzigen Großmutter, die stets um das Ansehen ihrer Familie bangte und ihren-von preußischen Werten geprägten Charakter- stets zur Geltung kommen ließ. Wenn Momo die Sommer bei ihrer großmutter verbrachte, merkte sie nichts von dieser Scheinheiligkeit. Erst im Laufe der Jahre begann sie an der Oberfläche zu kratzen und begann zu verstehen. Sie war noch ein Kind als sie mitanhören musste, wie ihre Oma am Telefon
schamlos über Momos "Figurprobleme" flüsterte und beteuerte aus ihrer "Linie" käme das wohl nicht.
Momos Mutter hingegen war auf den ersten Blick ein rundes, gemütliches, aber dennoch energisches Hausmütterchen. neben dem Haushalt zog sie Momo und ihre drei geschwister auf, übte leidenschaftlich ihren lehrerberuf aus und versuchte irgendwie mit den launen ihres mannes auszukommen. Im grunde genommen gab es für sie nicht viele Möglichkeiten. Entweder provozierte sie von vorneherein um eine eskalation heraufzubeschwören (warum sie das tat, wurde Momo erst spät bewusst: es ging ihrer Mutter darum den Schein ihrer Unabhängigkeit zu bewahren) oder sie ignorierte die plötzlichen Wutausbrüche ihres mannes, auch wenn sie zum Leidtragen der eigenen Kinder wurden. Oftmals begann sie zu heulen, verschlimmerte jedoch die Situation nur noch und gab am Ende meißt ihren Kindern die Schuld. Am liebsten belies sie es dabei,den Finger auf Momo gerichtet, ihr die Schuld zuzuweisen ganz egal um was es ging. Momos Mutter konnte keine unterschiedlichere Kindheit verbracht haben als ihr vater. Als behütetes Stadtkind hatte sie keinen rechten Bezug zur Landwirtschaft und verbarg nie ganz ihre Sehnsucht "aus diesem Dreck auszubrechen" Da sie die kleine Lieblingstochter ihres Vaters war bekam sie stets was sie wollte und hatte eigentlich nie Probleme einen Weg zu finden, meißt der, den der vater für sie vorgesehen hatte. Er war ein ehrgeiziger Architekt, der seine Führungsposition genoß und stets einen luxuriösen lebensstil anstrebte. Seine Frau hingegen, eine einfache, nichtssagende Hausfrau liebte er, trotz seiner Affären sehr und bot ihr alles was sie sich wünschte. das heißt, fast alles. Sie wünschte sich eigentlich nichts sehnlicher als, neben dem haushalt eine weitere Aufgabe zu haben. Sie wollte arbeiten, doch ihr selbstsüchtiger mann verbot es ihr. Ihr früher Krebstod machte Momos großvater sehr zu schaffen, aber verstärkte auch das band zwischen ihm und seiner Tochter.der grund warum Momos Großvater ihre Mutter, der kleineren Schwester vorzog, lag an dem einfachen grunde, dass sie durch ihre Bequemheit viel angepasster war.Das verhältnis zu ihrer Schwesterwar daher stets geprägt von einem verbissenen Konkurrenzkampf, der einmal darin gipfelte das Momos Mutter ihre Schwester durch eine Glastür jagte und schließlich im krankenhaus landete. Sie war mit ihren frechheiten oft zuweit gegangen, doch im Grunde wünschte sie sich wohl nichts sehnlicher, als von ihrem Vater genausogeliebt zu werden wie ihre ältere Schwester. Nach dem Tod von Momos Großvater, der sie stets mit Süßigkeiten und geschenken überschüttete und sich nicht um ihren babyspeck scherte, zerstritten sich Momos Mutter und ihre tante endgültig. Nur durch ihre Anwälte war es möglich die gemeinsamen Erbangelegenheiten zu regeln, ohne sich bis aufs Blut zu streiten.Noch heute bleibt Momo durch ihre Mutter der Kontakt zu ihrer tante untersagt, sie kennt werder ihren Cousain, noch ihren Onkel, von denen sie nur noch entfernte Erinnerungen aus ihrer Kindheit hat.Die Angepasstheit von Momos Mutter ging sogar so weit, dass sie einen Mann heiratete, den sie im Grunde garnicht liebte, den sie aber ihr ganzes Leben kannte - und der-in den Augen ihres vaters- eine gute Partie war. Nicht etwas weil er einen besonderen gesellschaftlichen Status hatte, oder ihn besondere Fähigkeiten auszeichneten, vielmehr ging es um die tatsache, dass er immer für seine Tochter sorgen würde. Seine Eltern waren früh gestorben und somit gehörte er seit jeher "zur Familie" Momos vater mochte den mann auf eine bestimmte Weise und sah sich,durch die Heirat seiner Tochter mit ihm, von einer gewissen verantwortung entbunden. jahre später lernte sie Momos vater kennen und es stellte sich heraus, dass ihr Ex-Mann schwul war. Alles was aus dieser verkorksten Ehe übrigblieb, war Momos ältere Halbschwester Jule. Jule erfuhr Freud und Leid eines Scheidungskindes und erfreute sich darüber hinaus noch viele Jahre über den Status eines Einzelkindes. Doch auch Jule war hin und hergerissen von der stetigen Liebe ihres vaters,Frühstück am bett-Sonntagen und der Ablehnung des neuen Mannes an der seite ihrer Mutter.Der neue mann wollte Joseph das Kind nicht wegnehmen, fühlte sich aber auch nicht zuständig für sie. besonders schwierig wurde die Situation als Jules halbgeschwister zur Welt kamen.Jule war noch ein Kind, sie konnte es nicht verstehen, sie verstand nicht warum sie ihren vater nicht sehen durfte und sie konnte sich den Unterschied zwischen ihr und den anderen Geschwistern nicht erklären.
Immer wieder gab es Streit über Jules leiblichen vater Joseph, der zwar gutmütig sei, aber einen mangelnden ERiehungsstil an den Tag läge. Im Laufe der Zeit jedoch, Jule wuchs bereits zu einer jungen Frau heran, wurde das verhältnis zunehmend besser und momo liebte den vater ihrer Halbschwester, der oft zu Feierlichkeiten erschien, wie einen Onkel. Zu einer Zeit des Aufschwungs beschlossen Momos Eltern das kleine, schäbige, voll von Ratten verseuchte bauernhaus zu verlassen und sich ein großes haus zu bauen. Auch Momos großvater, der Architekt sicherte ihnen umfangreiche Unterstützung zu, denn er hatte den ehrgeizigen, neuen Mann an der Seite seiner Tochter schon längst akzeptiert. Momo liebte das neue haus und den vielen Platz, obwohl sie die alte knarrende Holztreppe vermisste.Da sie aber direkt neben ihrem alten Haus gebaut hatten, änderte sich an ihrer Umgebung nichts.Als man das alte bauernhaus zu renovieren begann, ergab sich die Idee, dass Joseph dort einziehen könnte, und dass so einfür allemal die Pendelei unter der ja schließlich Jule zu leiden hatte, ein Ende hatte. Ein paar jahre ging diese Regelung gut und manlud sich stets gegenseitig zum Essen ein. Nicht nur Jule uch ihre Gescshwister freuten sich über den Einzug ihres "Onkels" IM laufe dder jahre jedoch, begannen die Probleme von vorne. Wie ein geier,der um sein As kreist, kreiste das Unglück immer wieder über Jules Kopf und drohte sich auf sie zu stürzen.Traurig und wütend sah momo mit an wie ihr vater es der gelibeten älteren Schwester immer schwerer machte, bis sie entschieden,Jule müsse rüber zu Joseph ziehen. Eigentlich hatte Momo nie einen besonderen Draht zu Jule gehabt, die ja 9 Jahre älter war und zudem recht zickiger Natur wie Momo fand.Das verhältnis zu Jule veränderte sich als Momo ihr einen langen Brief schrieb. Sie war stolz auf Jule, die sich immer gegen ihren Stiefvater behauptete und ein richtiger Trotzkopf war. Jule war gerührt über Momos Brief und sprach ihr Mut zu. Ohne Jule hätte Momo, ihre ganze Kraft, die sie einsetzte, um sich zu verteidigen, garnicht aufbringen können. Jule, obwohl von ihrer Mutter viel mehr geliebt als Momo und weit weg da sie inzwischen studierte, konnte auch die Beziehung Momos zu ihrer gemeinsamen Mutter nachvollziehen und spendete Trost.

Jules Vater, den sie über alles liebte, dem es egal war welche Noten sie schrieb oder wieviele Tore sie bei einem handballspiel warf- denn die hauptsache war, sie war glücklich- machte einen entscheidenen Fehler. momo hatte nie erfahren warum, jedoch bezahlte Jospeh monatelang seine Miete nicht, was ihre Eltern irgendwann im höchsten Maße verärgerte. Vermutlich war er verschuldet und trsute sich nicht darüber zu sprechen. In den Augen von momos vater war Joseph ein Schwächling, nicht zuletzt durch die tatsache, dass er schwul war. Sein eigentlicher fehler jedoch, war, dass er sich nicht nur Mhariuana-Pflänzchen heranzüchtete, sondern auch noch von Zeit zu Zeit einen Joint zusammen mit Momos Bruder rauchte, der die geselschaft von Joseph um einiges mehr schätzte, als die seines eigenen vaters. Momos Bruder war bereits als kleiner Junge ein rabauke, der sich gern prügelte und sich nicht allzusehr um seine Schwester scherte. tatsächlich machte er sie desöfteren zum Opfer und schreckte auch nicht davor zurück seine bande auf Momo zu hetzen. Gelegentlich spielten sie aber dann doch friedlich zusammen, jedenfalls bis zu dem Punkt an dem er Momos Puppen zerstörte oder ihr ausversehen den halben Zahn herausschlug. momo wusste woher sein gewaltpotenzial rührte und verzieh ihm darum stets. Sie sah mit an wir ihr immer größer werdener Bruder irgendwann mit erhobener Faust zurückschlug, wenn ihr vater mal wieder durchdrehte. Er scherte sich kaum um nichtige Dinge wie Schulnoten sondern schwörte stets Ärger herauf wobei er eine Schar von Anhängern und Bewunderern um sich rottete. Tief in ihrem herzen wusste Momo, dass ihr einziger bruder, den sie innig hasste und liebte, auf der Suche einer Ersatzfamilie war und diese auch gefunden hatte. es schnürte ihr die kehle zusammen, als er eines tages, ohne sich nocheinmal umzusehen ging und verschwand. Wochen später tauchte er wieder auf, jedoch nur um nach einigen tagen wieder zu gehen. Er war ein gutaussehender mann, die Mädchen liebten seinen Abenteuerlustigen Freiheitsdrang und so kam und ging er, wie es ihm passte. Nie schien er Probleme zu haben auf leute zuzugehen oder sich gehör zu verschaffen und Momo, die doch soviel mehr über ihn wusste als die Anderen, aber eben auch soviel weniger, verachtete seine anhimmelnde AnhängerSchar und beneidete ihren bruder gleichzeitg. Als Momo16 war und Weihnachten herannahte hatte sie das gefühl etwas unternehmen zu müssen um ihren Bruder "zurückzuholen". Sie schrieb ihm einen Brief, da Momo,wenn es um gefühle ging, sich nie wirklich auszudrückern vermochte. Wochen, Monate, sogar jahrelang erfuhr sie nichts von der reaktion ihres bruders und war enttäuscht, nahm es aber gleichzeitig so hin, da sie in Grunde nichts anderes erwartet hatte. Zwei jahre später sollte Momo ihren deutlich reifer gewordenen bruder auf einer Party treffen. Die beiden umarmten sich herzlich und Momo merkte dabei, dass etwas nicht stimmte. Ihr Bruder paul, war nicht der typisch draufgängerische "lebemann"-wie es ihr vater bezeichnete-Aus traurigen Augen blickte er seine kleinere Schwester an. Ohne etwas zu sagen wusste momo es war der Zeitpunkt zuzuhören. Sie erfuhr über seine Schuldgefühle, dass er die kleinen geschwister im Stich gelassen hätte, sovieles falsch gemacht hätte. Momo erfuhr auch, dass Pauls freundin sich von ihm getrennt hatte (nachdem er-wie er zwar verschwieg-momo aber sehr wohl wusste- sie mehrmals betrog) und dass er, beinahe seinen Selbstmordgedanken freien Lauf gelassen hatte. Obwohl die tatsache, dass Paul sich umbringen wollte einen bitteren nebengeschmack hinterließ, rührte es Momo zutiefst, dass ihr bruder sogar den Brief ansprach,den sie ihm vor zwei jahren geschrieben hatte und,dass er beteuerte, er habe immer zurückschreiben wollen, jedoch nie gewusst wie. Von dieser nacht an änderte sich alles zwischen Momo und ihrem Burder und sie hatte endlich das gefühl ihn zurückgeholt zu haben. Aber auch in bezug auf die vergangenheit änderte sich ihr Blick auf den älteren Bruder, den sie stets idealisiert hatte. Sie sah das drogenproblem was er hatte und sie sah auch wie er sich selbst im Weg stand wenn es um seine Zukunft ging und sie hatte Mitleid und sorgte sich fast als wäre sie die große Schwester. der Höhepunkt seiner drogensucht endete damit, dass er nach einer Party, die treppenstufen auf der Veranda seiner WG herunterstürzte, sein halbes gebiss an einer Mauer aufschlug und bewusstlos liegenblieb.
Momo, die währenddessen völlig betrunken in einer badewanne lag, weil ihr so schrecklich kalt war, hörte die panischen Rufe ihrer damaligen freundin und sprang aus dem wasser.
Doch auch Momo wurde zunehmend anfälliger für Drogen und Alkohol. Es war ihr Weg aus der Realität auszubrechen und ihre eigenen grenzen zu überwinden. Nicht selten kam es dann vor, dass sie in ihrer eigenen Kotze aufwachte. Momos Eltern hatten dafür anfangs immer ein schadenfrohes Grinsen übrig, später ein müdes Lächeln, jedoch taten sie es stets als einen teil der Pupertät ab, was es zweifellos war, aber eben wzeifellos auch Symptome einer gewaltigen Identitäskrise, die nichts mehr mit den gewöhnlichen Dingen zu tun hatte.
Luna, Momos kleinste Schwester war jahrelang wichtige Komplizin für Momo. Sie spielten zusammen, prügelten sich,vertrugen sich wieder, entwickelten eine geheimsprache und bauten ein telefon. Luna war trotziger natur und setzte immer ihren Willen durch oder zog die Aufmerksamkeit auf sich indem sie faxen machte. Manchmal war momo einbischen eifersüchtig auf sie. Sie konnte nicht verstehen warum ihre Mutter vorzugsweise mit Luna kuschelte, wenn Momo kam, aber zum Ausdruck brachte"sie sei zu groß". Luna war viel frühreifer als Momo und hatte ihren ersten sex bereits mit dreizehn. es brach Momo das herz als sie erfuhr, dass der Typ sich weder um verhütung noch um Lunas wirkliche Einverständnis zum "akt" scherte. es passierte wohl einfach... bereits kurze zeit darauf jedochlernte Luna ihren langjährigen freund kennen, der bereits 8 jahre älter war. Lunas Neugierde auf die Männerwelt war aber auch durch ihre nun mehr 4Jährige Beziehung zu Tam nicht zu stoppen.Sie verstand es die Männer um ihren Finger zu wickeln, Momo wusste, dass sie eine neue Art von Liebe suchte, als Ersatz für dass, was Luna von ihrem vater nie bekommen hatte. das eigentlich schwierige an dem verhältnis zwischen Luna und Momo war wohl ihre gemeinsame Mutter. Diese lies Luna alles durchgehen.Luna hatte nie gelernt grenzen zu akzeptieren und nahm sich heraus was sie wollte,scherte sich nicht um die Schulden ihrer Eltern verlangte geld, wenn sie es eben brauchte und rauchte bereits vor der Schule einen Joint.Momo war zutiefst erschrocken über Lunas respektlosigkeit,aber sobald sie sich als ältere Schwester aufspielte, die sie war, kehrte ihr Luna den Rücken zu, nannnte sie verklemmt und verletzte sie. Momo
Die Tatsache, dass Momos Mutter geradezu einen haß auf sie entwickelte oder ihren mann auf sie hetzte waren fast schlimmer zu ertragen als die Schläge und Wutausbrüche ihres Vaters.
Die Wahrheit war, dass Momo sich stets selbst zu helfen wusste. Sie musste, denn sie hatte keine andere wahl. Bereits als sie klein war musste sie ihre eigenen Prioritäten setzen. Niemand warf ein allzugroßes Auge auf ssie. Sie war das sandwich-Kind. es war einfach da und es war auch kein Wunschkind gewesen, wie ihre Mutter einst beteuerte, als Momo sich traute nachzufragen. Da war Jule, dass Scheidungs-und halbe Einzelkind, irgendwie verwöhnt und anhänglich, aber auch ehrgeizig und verbissen. Sie bekam immer Aufmerksamkeit, allein schon durch die tatsache, dass Joseph wohlmöglich allzuviel Einfluss auf das Kind hätte. aber auch durch ihre schulischen,besonders jedoch ihre sportlichen Leistungen, erkämpfte sie sich den respekt und die Anerkennung von ihrem Stiefvater.
Da war Paul, der einzige Junge, dem es allein dadurch nie an Aufmerksamkeit mangelte, um den man sich zwar sorgte, was seine Zukunft betraf, dem man jedoch stets seine Rodwyhafte Manier verzieh und der sich auch durch körperliche Arbeit verschiedenster Arten und seine inzwischen entwickelte soziale Kompetenz auszeichnet.
Und das war Luna das nesthäkchen und Sorgenkind. Stets gepäppelt als Lieblingskind von Momos Mutter,aber dadurch sehr unselbstständig. Sie war eine echte Stimmungskanone, die selbst ihren Vater zum Lachen bringen konnte.Momos vater beäugte sie dennoch stets mit Mißtrauen, was dazuführte, dass Momo als Lieblingskind des vaters verschrien war.Selbst ihre Mutter hetzte die anderen gegen sie auf, wohl weil sie Angst hatte, Luna könne dieBehandlung im vergleich zu ihrer schwester nicht verkraften.
Momo verdiente sich den respekt durch ihre "geistigen Fähigkeiten" wie der Vater stets betonte. Für Momo bedeutete das schlicht: Bringst du gute Noten nachhause gibt es keine Schwierigkeiten. Stets wurde gefragt wie war die Schule, hast du eine Arbeit zurückbekommen?" Wie es Momo ging interessierte niemanden.Als sie es wagte mit einer 5 in Mathe nachhause zu kommen flippten ihre Eltern aus, Momo war in der dritten Klasse. Selbst ihre Mutter, die ihre Noten im gegensatz zu ihrem vater stets mit einer prise Verachtung in der Stimme zur kenntnis nahm, war wütend. Momo war verwirrt. Schrieb sie gute Noten so war der vater zufrieden, die Mutter verachtete sie. Momo war im vergleich zu ihren geschwistern um einiges besser in der Schule und um einiges selbstständiger. Das führte nun dazu, dass ihre Mutter, die anderen gegen sie aufhetzte und ihrem vater eine Sonderbehandlung Momo gegenüber unterstellte.
In Wahrheit versuchte der vater stets die balance zu halten was Liebe und Anerkennung anging, die er ja trotz seiner rauen Art von zeit zu Zeit bewies. dabei stellte er sich jedoch so an wie ein knurrender Schäfershund, der seine Schäfchen alle in verschiedene Ecken drängte und stets dafür sorgte, dass sie nicht auszubtrechen drohten. So kam es,dass Momo und ihre kleine Schwester Luna, die beide wie fast alle Mädchen, Pferde liebten- für ihre Liebe zu Pferden sehr unterschiedlich bewertet wurden. Während Luna besonders von ihrem vater über den grünen Klee gelobt wurde,blickte der vater auf Momo fast verächtlich. Momo versuchte das zu verstehen, jedoch viel es ihr schwer, da Ruhe,Ehrgeiz und Konzentration sie im Dressurunterricht im Grunde viel mehr auszeichneten, als ihre jüngere Schwester. Luna hingegen machte das im Springunterricht durch Mutund Entschlossenheit wieder wett.Dem Vater gelang es nicht sein Schubladen-denken für sich zu behalten (wer schlau ist-könne nicht sportlich sein) und nahm Momo schließlich die freude am reiten endgültig: Es war ein kleines Hausturnier und Momo machte in der dressur den 4ten platz. Niemand ekannte diese leistung an, die Momo während ihres allerersten Turniers(was übrigens auch das letzte blieb) erbrachte. Momo war es egal, sie hatte gelernt selbst auf sich stolz zu sein. Dann schaute sie Luna beim Springen zu. Die lobeshymnen die Momos vater im agressiv stolzen Ton ausstieß, versetzten momo zwar jedesmal einen Stich, aber auch sie war stolz auf ihre kleine Schwester, die sich tapfer schlug.Zum Schluß war ein kleiner parcours angesetzt an dem sowohl Luna als auch Momo teilnahmen. Momo, die bei Prüfungen stets aufgeregt war und die durch ihre Angst etwas falsch zu machen, erst recht alles falsch machte, war zuerst dran. Wie ein wildes meer hörtse sie die rauschenden Stimmmen des Puplikums in weiter ferne. Jeder schrie ihr etwas zu , sie sah ihren vater schreien, die reitlehrerin, einfach alle. Doch Momo ritt einfach los, leider falsch herum.Momo erlangte die schnellste Zeit und hätte gewonnen, wenn sie nicht disqualifiziert worden wäre.Am Ende musste sielachen, alles war von ihr abgefallen, sie fühlte sich frei.Als sie jedoch
das zornrote gesicht ihres vaters erblickte, blieb ihr das lachen im Halse stecken.Sie nahm nie wieder an einem Turnier teil.
Ähnlich begab es sich mit Momos Handball-spielen. Der vater hielt nie zurück, dass er sie nicht für besonders talentiert halte.Zwar ermutigte er sie und lobte sie auch nach einem guten Spiel, verloren sie jedoch, dann lief es meißt darauf hinaus das Momo anfing zu heulen und er zu schreien.Von Zeit zu Zeit kam es vor, dass die Eltern der anderen Kinder sie spüren ließen, dass ihre Eltern mehr zum Wohle der manschaft beizutragen hätten, indem sie beispielsweise bestimmte Touren fahren könnten. momo war hilflos und schwieg. Die nderen Kinder mochten sie nicht. Erst allmählich entwickelte sie ein gefühl für das Spiel. Sie war der unsichtbare kopf der mannschaft, was ihre trainer schließlich erkannten und schätzten. jedoch kamen sie nicht gegen die Alphatiere der manschaft an, die auch Kinder von "wichtigen" Eltern waren, un die bestimmten wer auf welcher Position zu spielen hatte. momo verließ die manschaft
Besonders jedoch Paul hatte unter dem krankhaften Ehrgeiz seines vaters zu leiden. Momos vater, der sich dann und wann wie ein Trainer aufführte,der einfach mal auf den platz gerannt kam um seinen Jungen anzuschreien, gelang es irgendwann ihm den Sport für immer zu vermiesen.Momo wusste, dass die Leidenschaft ihres vaters zum Sport, daherrührte, dass er sie nie hatte ausleben können. Sein ganzes leben verbrachte er auf seinem Hof in seinem Schweinestall. Wollte er als Ausgleich Sport treiben und möglicherweise noch ein Bierchen trinken, dann wurde Momos mutter fuchsteufelswild. Sie gestattete es nicht und es war der einzige Punkt in dem sie nie nachgab.Auch sie sehnte sich nach Nähe und Abwechslung, war aber weder sportlich noch hatte sie besonders enge freunde. Ihre einzige Leidenschaft war die Kunst und Malerei, aber aus Gründen, die Momo nicht kannte, lebte sie sie irgendwann einfach nicht mehr aus, hörte auf zu malen und klammmerte sich stattdessen wie besessen an ihren Mann und ihre einzige freie zeit in den Abendstunden.
Momo entwickelte sich zu einer merkwürdig shizophrenen Eigenbrödlerin. Obwohl sie leise und in scih gekehrt war und stets ein Buch unter ihre nase hielt um aud der realität zu fliehen, entwickelte sie aber auch geradezu romantische ideale, an denen sie sich auch in der realität wie besessen klammerte.Momo kam in die erste Klasse in einer riesigen, seelenlosen, grauen Schule, die sie fast so hasste wie manche tage zuhause.In ihrer Klasse gab es zwei Mädchen, die Momo aus dem nachbardorf kannte. Sie spielten zwar zudritt jedoch war es offensichtlich, dass Momo nicht dazugehörte. Momo wollte aber dazugehören und bemühte sich besonders um marie, die sie schon aus dem Kindergarten kannte. Irgendwann wurde es Momo zu bunt, denn als marie sie nicht als ihre Freundin akzeptieren wollte, verprügelte Momo sie einfach.Von diesem tage an spielten sie immer zu dritt ohne, dass einer ausgeschlossen war, Als Momo und marie in die zweite Klasse kamen, und es der Zufall wollte, dass das dritte Mädchen sitzenblieb, waren sie schon beste freundinnnen.
Momo erzog sich selbst, sie sah das Unrecht in der Welt und wies daraufhin. Sie legte sich stets mit ihrer lehrerin an und wurde Anführerin ihrer kleinen Mädchenbande, schämte sich aber auch für gehäßigkeiten.Später auf der weiterführenden Schule musste sie nocheinmal ganz von vorne anfangen und die anderen Kinder merkten, dass Momo irgendwie anders war. Auf Ablehnung reagierte sie mit einem Trotz, der sich gewaschen hatte. Wollten die anderen Kinder ihr Spiel nicht spielen, ging sie in die Bücherrei und vertiefte sich in Bücher, monatelang.
wenn die anderen Kinder sie aufforderten, doch wieder mitzuspielen lehnte sie höflich ab. Erst nach einiger Zeit spielte sie wieder mit und führte "ihre" Spiele wieder ein.Auch hier kämpfte sie gegen die Ungerechtigkeiten des Alltags, nahm die Schwachen in Schtuz, (obwohl sie insgeheim selber schwach war) und verteidigte ihre Kindheit -die sie im Grunde ja nie hatte- gegen die frühreifen Attacken ihrer mitleidslosen Mitschüler. Momo hatte seit jeher Angst vor menschen und es war ein täglicher Kampf sich diese Angst nicht anmerken zu lassen. wenn sie aber in den Bus stieg, übernahm die Panic das Steuer in ihr. Sie wusste nicht warum das so war, aber sie hatte eine höllische Angst davor in den Bus zu steigen und ihre Hände begannen zu zittern.Natürlich spürten die anderen Kinder Momos Angst und machten ihr die Busfahrten täglich zur Hölle. Momo behauptete sich jedoch stets gegen ihre peiniger. Sie wurde erneuert zur Anfühererin, diesmal der Außenseiter und wollte dass alle sich stark fühlten. Es kam anders. Momo zählte auch Freya zu ihren besten Freundinnen, jedoch konnte sie ncht ahnen, dass diese sich bis ins mark zu einer intriganten Schlange entwickeln würde. tatsächlich hetzte sie die ganze Gruppe gegen ein Mädchen auf, die eigentlich auch zur gruppe gehörte, jedoch auf einem schüleraustausch in schweden war. Momo beteiligte sich anfänglich an den gehäßigkeiten gegen Jojo, bis zu dem Punkt an dem sich die Gruppendynamik auch gegen sie richtete. Als sie es wagte das Wort gegen freya zu erheben, versuchte diese sie wie Jojo herauszuekeln. freya, die wusste das Momo durch ihre Art viele feinde hatte, hetzte alle gegen sie auf. Alles was ihr blieb war Jojo, die Aussätzige. Sie begann sich vor der Gruppendynamik zu ekeln, die stattgefunden hatte und sie dachte an die Zeiten zurück, als sie Anfüherein war, sich jedoch stets um Gerechtigkeit bemühte.Sie kehrte den Anderen den Rücken und Jojo wurde bis heute zu ihrer besten Freundin und Seelenverwandten.Von diesem zeitpunkt an war es Momo egal was die anderen sagten oder dachten, sei es über ihre Stimme, die sie erhob wenn ihr etwas nicht passte, sei es über ihren exentrischen Kleidungsstil.
momo hatte es geschafft nicht verückt zu werden durch die verhältnisse mit denen sie aufwuchs, aber noch immer wusste sie nicht was es bedeutete geliebt zu werden.Sie schaffte viel, sie ging nach Südafrika, sie verreiste alleine, sie lernte viele neue leute kennen, sie machte einen guten Abiturabschluß und arbeitete nebenher. Sie hatte zwei Jobs und ging dann für eine Zeit nach Süddeutschland um dort als KINDER-animateurin zu arbeiten. Momo schaffte das alles nahm weitere narben mit, aber auch glückliche Momente. Es war ihre Selbstverwirklichung.Sie tat es für sich selbst und für niemand anderen sonst. Momo konnte sich glücklich schätzen, dass sie ihre eigene Familie gefunden hatte, dass sie ein vollkommen selbstständiger mensch war. Doch eines begriff sie nie.
Mit 20 hatte Momo noch nie eine beziehung. Sie hatte Angst vor Sexualität, verstand auf der einen Seite nicht, wieso sie auf Ablehnung stieß, fühlte sich aber auch von zuviel Liebe und Zuneigung abgestoßen. Sie kannte es nicht anders, es verwirrte sie geliebt zu werden, und sie fühlte sich betrogen. Sie glaubte es ginge nicht um sie, es ginge nur um die idee. Sie allein fühlte sich nicht wert genug geliebt zu sein. Mit 19, ein paar tage vor ihrem 20. geburtstag war ihre Neugierde jedoch stark. Ihre sehnsucht geliebt zu werden, war so groß dass sie halbvergewaltigt wurde.Sie dachte an diesem tag sterben zu müssen, da ihr peiniger sie fast erstickte. Momo erschrak über ihre Naivität, stets versuchte sie das Gute im menschen zu sehen, nachdem sie soviel schlechtes erlebt hatte, und dabei vergaß sie dass menschen stets eigene gedanken und Absichten haben. Nur ein paar Monate später verliebte sie sich und wollte nur diesen einen Mann haben. Den bekam sie auch, und wieder dachte sie es wäre an der Zeit zu vertrauen.Sie sahen sich in der darauffolgenden Nacht und momo musste erkennen, dass er sie wie eine Schlampe ausgenutzt hatte. Sie
verstand zwischenmenschlciche beziehungen nicht, sie waren ihr ein Rätsel. Inzwischen aber, war soviel hornhaut auf ihrem herz gewachsen, dass Momo schaffte weiterzuleben und weiterzulieben.



Es ist schon beinahe eine Woche herum und Luna ist immer noch weg.Sie ist fort gegangen als Momos vater sie hinausgeprügelt hat. Momo ist dazwischen gegangen, so wie sie immer ihre schützende Hand über Luna gehalten hat.Momo ist mit 15 nicht
fortgegangen,als es so schlimm wurde, dass sie kaum mehr zu atmen wagte und mit dem Schaukelstuhl verprügelt wurden war.Sie ist dageblieben für Luna- und jetzt ist sie weg. Sie antwortet nicht auf Momos SMSsie vertraut ihr nicht. Vielleicht ist sie paranoid geworden durch all das Gras. Momo war immer da...
Paul ist jetzt in Berlin, es ist einsam ohne ihn,findet Momo,obgleich er doch erst seit Donnerstag fort ist
Heute ist Momos vater wieder ausgerastet. MOMO BRÜLLT ZURÜCK; SIE HAT DAS GELERNT UND KANN DAS JETZT: fAST OHNE ZU HEULEN: "Luna ist wegen dir weg, fast eine Woche schon!" und Momos vater brüllt zurück:"Ich hoffe du verschwindest auch bald, verzieh dich bloß" und Momo sagt entschlossen: Ja und ich freu mich schon drauf"
Denn das ist die Wahrheit. Sie wird ein neues leben beginnen,sie hat die Schnauze voll vom "zurückholen" auch wenn ihre Seele dabei blutet. jetzt endlcih muss sie an sich denken.Es liegt nicht länger in ihrer veranwortung.sie geht weg für ein jahr, sie geht in die Nähe von istanbul und danach weiß der Himmel